Für die Koordinierungszentren als neue zentrale Anlaufstelle stellt die Hessische Landesregierung bis Mitte 2023 jährlich rund 500.000 Euro bereit. Die Landkreise erhalten bis zu 150.000 Euro und verpflichten sich dazu, einen Eigenanteil aufzubringen. Die Koordinierungszentren starten offiziell am 1. Juli 2020.

Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg freut sich, dass das Ehrenamt gestärkt wird. Vereine und Organisationen haben oft viele ungeklärte Fragen und Beratungsbedarf. Mit dem Modellprojekt werden die Kommunen gefördert und können damit eine personelle Ressource nutzen, um die Vereine und Initiativen zu unterstützen.
Staatsminister Axel Wintermeyer möchte damit den Start für eine einheitliche Struktur in Hessen schaffen mit festen Anlaufstellen, die Fragen wie: Wie erhalte ich eine Förderung? Welche Möglichkeiten bietet mir das Internet und wie kann ich es für meinen Verein nutzen? Wie erreiche ich Interessierte und wie machen das eigentlich andere? All das sind Fragen, die sich Aktive regelmäßig stellen und die Antworten darauf meist mühsam selbst erarbeiten müssen.

Landrat des Kreises Waldeck-Frankenberg, Dr. Reinhard Kubat, freute sich über die Unterstützung des Landes. „Ohne ehrenamtlichen Einsatz, die unentgeltliche Arbeit von zahllosen Freiwilligen, wären bei uns im ländlichen Raum viele Angebote überhaupt nicht möglich. Umso wichtiger ist es, den Ehrenamtlichen mit dem Koordinierungszentrum eine Anlaufstelle zu bieten, an die sie sich mit ihren Fragen, Wünschen und Anregungen wenden können und wo ihnen zeitnah geholfen wird.“ Zudem hat das Koordinierungszentrum künftig die Aufgabe die ehrenamtliche Arbeit im Kreis zu koordinieren.

Im Lahn-Dill-Kreis wird der Schwerpunkt auf die Digitalisierung gelegt. „Nicht zuletzt die Vereinswelt wird durch die Covid-19 Pandemie vor neue Herausforderungen gestellt, weshalb wir nicht von ungefähr unsere Zusammenarbeit damit starten, ein kostenloses Webinar zur Thematik ‚Corona und Vereine – digitale Mitgliederversammlung‘ zu organisieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, wünschen uns, dass sie nachhaltig sein wird und weitere Kooperationspartner hinzukommen“, erklärten der Landrat des Landkreises Wolfgang Schuster und sein Erster Kreisbeigeordneter Roland Esch.

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